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SAV Pliete, der Hemmelsdorfer See
-Diashow-
Der Hemmelsdorfer See:

Über 75 Jahre angeln die "Plieten" auf dem Hemmelsdorfer See, der ca. 500 ha groß und westlich von Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein gelegen ist.
Der See teilt sich in einen flachen, im Durchschnitt bis 4m tiefen Bereich, der von einem knapp 2 Meter tieferen Graben durchzogen ist und in einen tieferen Bereich der schnell auf bis zu 38 Meter abfällt.
Im Frühjahr erwärmt sich der flache Bereich schnell. Man hat hier gute Chancen auf Aal und Zander und gelegentlich auf Forellen. Aber auch Barsche und Hechte treiben hier ihr Unwesen.
Der Tiefsee bietet steil abfallende Kanten, besonders interessant der Übergang zwischen Flach- und Tiefsee.
Das Schleppangeln ist neuerdings gestattet, Eisangeln darf auf eigenes Risiko betrieben werden.

Reservierung:

Die Reservierung auf unseren Vereinsgewässern kann telefonisch zu den Ladenöffnungszeiten bei dem Team von
Fishermans Partner Lübeck oder bequem über den Mitgliederbereich der Vereinsseite vorgenommen werden.
Hier stehen zudem weitere Funktionen im Zuge der Bootsreservierung zur Verfügung.

Boote können nur 6 Wochen im Voraus reserviert werden, eine Limitierung gibt es nicht.


Reservierte Boote die nicht bis morgens 7°° Uhr von dem Mitglied genutzt werden,
stehen allen anderen Vereinsmitgliedern dann frei zur Verfügung.

Das bedeutet aber auch, dass es keine extra Reservierungen für die Abendstunden gibt. Generell gelten die Bedingungen der Satzung sowie der Erlaubnisscheine.


D.h. nur Bootsangelei erlaubt. Angeln vom Steg wie auch von Land aus ist

nicht erlaubt. 3 Fische am Tag  und 6 Fische die

Woche dürfen entnommen werden. Zudem gilt die Einhaltung der Schutzgebiete sowie die
ergänzenden Bestimmungen
in den Schaukästen. Gastangler wie auch Vereinsmitglieder müssen die

Angelpapiere mitführen und auf Aufforderung vorzeigen können. Für Gastangler,

die nicht in Schleswig-Holstein gemeldet sind, gilt die besondere Fischereiabgabe.

Die ausgewiesenen Schutzgebiete auf dem Kartenmaterial wie auch den Aushängen sind stets zu beachten und strengstens einzuhalten!

Es dürfen nur 3 Fische der Fischarten Hecht, Zander, Forelle, Karpfen sowie Schleie am Tag entnommen werden. Die maximale Entnahme pro Woche sind 6 Fische der genannten Fischarten.Für den Aal gilt ab 2014 eine eigene Entnahmregel. Es dürfen zudem 3 Aale am Tag und 6 Aale die Woche entnommen werden. Also z.B. 3 Hechte und dazu noch 3 Aale am selben Tag, oder 6 Hechte und dazu 6 Aale die Woche! Sollten durch erweiterte Fangbestimmungen eine zusätzliche Einschränkung bestehen, gilt natürlich die verschärfte Fangbestimmung!

Durch den anstehenden Umbau des Geländes der ehemaligen Fischerei Schierbau ist derzeit der Parkplatz gesperrt. Der Verein wird auch nach dem Umbau seine Vereinsboote auf dem Gelände unterbringen können. Die Steganlage wird großzügig ausgelegt und kann weiterhin genutzt werden.
Derzeit kann leider nicht gesagt werden, wann dort die Boote ins Wasser kommen können. Sobald wir hier weitere Informationen haben, werden wir diese veröffentlichen.


Noch mehr Infos zum Hemmelsdorfer See gibts bei Wikipedia
Statistik aus den zurückgegebenen Fangmeldungen (ca.30%)
Jahr Aal Barsch Zander Hecht Ausfahrten
2002 266 377 1 1 133
2003 257 160 3 8 230
2004 345 136 7 9 245
2005 138 161 9 18 216
2006 260 138 2 7 191
2007 478 189 25 19 356
2008 343 97 26 34 321
2009 442 n.a. 53 122 662








Pliete, Sonnenaufgang am Hemmelsdorfer See
Pliete, der Bootssteg am Hemmelsdorfer See
Pliete, unsere Boote in Hemmelsdorf
Pliete,Sommer, Angeln und Baden im Hemmelsdorfer See


Ein erfolgreicher Angeltag 2008 auf dem Hemmelsdorfer See
Der Mai ist gekommen, die Raubfischsaison ist eröffnet.
Traditioneller Weise starten wir die Saison auf dem Stocksee oder in Bosau und fischen mit Kunstköder auf Hecht.
Dieses Jahr aber entschieden wir (Henning, Torge, Alexander und ich) uns, mal wieder etwas Neues auszuprobieren: wir fuhren zum Hemmelsdorfer See.
Die Wasserqualität des Hemmelsdorfer Sees hat sich in Bezug auf seine Trübung durch konsequentes Befischen der riesigen Brassenschwärme durch Fischermeister Liebe im Verlauf der letzten Jahre deutlich verbessert und bereits im letzten Jahr hatten wir auch von erfolgreichen Zanderfängen gehört.
Bei hervorragendem, windstillem Wetter, also eigentlich keinem ausgesprochenen Fangwetter, starteten wir unseren Angeltag im Bereich der Sauna.
Zwei Meter Wasser unterm Kiel, einen Anker rein, die ersten Würfe mit der Spinnrute, hier und da zeigen sich raubende Barsche an der Oberfläche, es ist „Frühstückszeit“.
Bestückt mit Meps2-Kupfer, Rüdigers Spezial-Zaubermontage garniert mit Oktopus oder Gummifisch in Vorzugsfarbe Gelb-Grün fischen wir fächerartig die Fläche ab.
Bereits bei einem der ersten Würfe erlebt Henning einen heftigen Anbiss. Nach anfänglichem relativ ruhigem Drill, entwickelt der gehakte Fisch im Bereich des Bootes erstaunliche Kräfte, stellt sich mehrfach auf den Kopf und zieht wieder in die Tiefe.
Nach erfolgreichem Drill liegt ein Prachtexemplar von Zander von gut 60cm und 3kg im Boot. Das fängt ja gut, dachten wir, und der Angelvormittag sollte noch weitere Überraschungen für uns bereithalten.
Das frühe Fangglück setzte sich allerdings erstmal nicht weiter fort. Die nächsten 90 Minuten tat sich trotz intensiven Bemühens nämlich gar nichts an den vier Ruten. Es war eine leichte Brise aufgekommen und lockere Wolken belebten das Licht. Während Torge und Alexander im Bereich der Sauna verblieben und den schönen Morgen mit der einen oder anderen Teepause verschönerten, verlegten Henning und ich unser Jagdrevier auf die gegenüberliegende Seite und befischten, langsam dahintreibend, den Reetgürtel.
Innerhalb der nächsten ca. 2 Stunden gingen uns wohl an die zehn, vornehmlich gerade maßige Hechte an den Haken, die wir sorgsam wieder freigeben konnten. Aber auch zwei schöne Acht-Pfünder konnten gelandet werden.
Wir gesellten uns alsdann wieder zu unseren Angelkollegen im Saunabereich. Auch sie hatten zwischenzeitlich kleine Hechte wieder zurückgesetzt, verschiedene Kontakte gehabt und Alexander konnte einen siebenpfündigen Hecht erbeuten. Breitseite an Breitseite liegend berichten sie bei einer gemeinsamen Tasse Tee und einem Pausenbrot, dass ihren Ködern mehrfach auf genau derselben Stelle ein richtiger Riese von Hecht von geschätzten 20Pfund bis zum Boot gefolgt sei, sogar zweimal den Gummifisch genommen und wieder ausgespuckt habe.
Na ja, Henning und ich dachten uns so unseren Teil, schließlich hatten wir auch schon manche Geschichte erfunden….
Henning hatte Torge beim erstmaligen Einsatz mit dem Gummifisch beobachtet und gab ihm noch ein paar Tipps, wie man die Rute dabei noch reizvoller einsetzen könne. Nach der Plauder-Viertelstunde fischten wir weiter den Plateaubereich ab, weniger als hundert Meter entfernt von Torge und Alexander, es war schon Mittagszeit. Wieder zeigten sich drei bis vier Fische an der Oberfläche, die keine 15 Meter vom Boot entfernt einen deutlichen Schwall erzeugten. Da ich gerade in diesem Moment eine Variante von „Rüdigers Zaubermontage“ einwerfen wollte, konnte ich den Schwallbereich direkt anwerfen, drehte sogleich ein und der Fisch saß. Direkt an der Oberfläche gehakt konnte ich nach gutem Drill einen Zander von 68cm landen, der den Köder regelrecht eingesogen hatte.
Kurze Zeit drauf, Torge und Alexander lagen immer noch auf derselben Stelle, fing Alexander einen Hecht von knapp 10 Pfund. Den Schlusspunkt dieses wunderschönen, erfolgreichen Angeltages setzte Torge, der mit Gummifisch seinen ersten Fisch erbeutet, einen Zander von 75cm!
Jeder Schuppenjäger kennt sicherlich den Satz: Nicht jeder schöne Angeltag ist auch ein erfolgreicher Fangtag.
Wir hatten an diesem Tag beides.

Matthias R.