Die Technikecke...


Mit der neuen Internetseite habe ich eine neue Rubrik ins Leben gerufen:die Technikecke.

Da ich als Informatiker täglich mit Technik insbesondere mit Computern zu tun habe, möchte ich diese Plattform nutzen, um allen, die Interesse haben, die heutigen technischen Möglichkeiten auch beim Angeln einzusetzten, ein wenig unter die Arme zu greifen.

Vor einiger Zeit habe ich mir ein Smartphone mit Android Betriebssystem zugelegt. Für alle Apple Entusiasten: da gibt es sicherlich auch Programme für, doch an dieser Stelle gehe ich vorerst nur auf Android ein.
Die Smartphones haben im Vergleich zu normalen Handys insbesondere den Vorteil, zusätzliche Programme installieren zu können, die dann den normalen Programmumfang um ein vielfaches ergänzen. In der Regel haben diese Smartphones bereits einen GPS Empfänger, der zur Ermittlung der aktuellen Position des Gerätes genutzt werden kann und z.B. von dem Betriebsystem mitgelieferten Google Maps verwendet wird. Nun gibt es aber zum Glück auch Programme, die nicht permanent, wie Google Maps, mit dem Internet verbunden sein müssen, um die aktuelle Position auf einer Karte anzuzeigen. Ein solches habe ich mir besorgt und über den Marketplace von Android direkt installiert. Neben Google Maps gibt es auch andere, vor allem frei verwendbare Karten, die man sich aus dem Internet herunterladen kann. Die Karte wird dann noch schnell mit einer Tiefenkarte verbunden und schon hat man eine skalierte und für GPS Ortung geeignete Karte, die man auf sein Handy laden kann. In Verbindung mit dem Kartenprogramm und dem GPS Empfänger wird nun ermittelt, wo auf einem See man sich gerade befindet und da auf der Karte nun die Tiefenlinien eingetragen sind, kann man wunderbar und gezielt die interessanten Tiefenbereiche ansteuern. Zunächst habe ich es auf dem Stocksee ausprobiert und war über die Genauigkeit sehr erstaunt. So habe ich als erstes den vorderen Barschberg angesteuert. Als ich mich dem Berg auf der Karte näherte, verglich ich dies mit dem Echolot. Als der 5 Meter Kreis der Karte angekratzt wurde, zeigte sogleich das Echolot 5 Meter an. Genauer gehts kaum.
So habe ich als nächstes mir die Karte für den Plöner See erstellt und beflügelt von den guten Ergebnissen sogleich den Kirchberg ansteuern wollen. An dieser Stelle sei erwähnt, daß der Plöner See nicht zuletzt aufgrund seiner Größe, vielmehr aber aufgrund der Unkenntniss seines Tiefenprofils mich immer abgeschreckt hat. Doch nach den guten Ergebnissen auf dem Stocksee sollte nun auch der Plöner See seinen Schrecken verlieren. Breits kurz hinter der Ausfahrt vom Bootsliegeplatz konnte ich meine Position auf der Karte mit dem Echolot vergleichen. Genau als ich die steile Kante auf der Karte erreichte, fiel auch gleich die Tiefe auf dem Echolot. Wieder eine Genauigkeit von ca. fast weniger als 5 Meter. Schnell ein paar Barsche aus den vielen vorbeiziehenden Schwärmen gezogen und weiter gings Richtung Kirchberg. Diser bot dann das gleiche Schauspiel, d.h. um die Genauigkeit zu prüfen ging es also gleich direkt darüber. Wo die Karte die 5 Meter meldete kam auch gleich die Bestätigung vom Echolot 5 Meter erreicht. Wieder ein Volltreffer. Meine Peilung Pi mal Daumen hätte vor mehr als 70-80 Metern oder vielleicht noch mehr mich dazu verleitet den Anker zu schmeißen. Natürlich macht es nicht wirklich Sinn direkt auf den Berg zu fahren, aber hier ging es darum, die Genauigkeit der Karte mit der ermittelten Position zu testen. Und das war ein voller Erfolg in Punkto Genauigkeit. Lohn der Arbeit war dann auch gleich der erste 80'er Hecht auf dem Plöner See.

Drei Tage später sollte es dann also gleich wieder auf den See gehen, diesmal sollte geschleppt werden, da hier mit der Technik die Vorteile ganz klar darin liegen, daß mann gezielt einer Kante folgen kann. In Verbindung mit dem Echolot hat man so beste Vorraussetzungen, einen erfolgreichen Angeltag zu bestreiten. So konnte vielleicht dank der genauigkeit der Karte eine 95'er Hechtdame gelandet werden. Doch für einen mit dem Plöner See unerfahrenen Angler wie mich, finde ich das Ergebnis doch recht akzeptabel. Zwei Angeltage und neben jeder Menge Barsch, die man auf dem Plöner See auch kaum verfehlen kann, gleich zwei größere Hechte. Vielleicht wäre ohne Technik das Ergebnis anders ausgefallen. Aber wer weiss das schon. Nun wird sicherlich der eine oder andere sagen, was hat das noch mit angeln zu tun. Bei dem Echolot werden die meisten schon wieder sagen, tolle Sache das, da man dies seit Jahren kennt und viele nutzen es selbst auf unseren Seeen. Doch wer möchte beim Fischen in der offenen See, gar vor Norwegen, auf seinem Kartenplotter verzichten. Es macht sicherlich keinen Sinn, dies für kleine Seen wie das Nebelmeer oder das PicoBadeMeer zu nutzen, anders aus meiner Sicht beim Stocksee. Wer hier die Barschberge Pi mal Daumen peilt ist manches mal doch weit daneben und stochert eher im trüben. Besonders wenn man nicht regelmäßig dort zum Angeln kommt. Und da kann die kleine Hilfe beim Finden doch recht nützlich sein. Besonders wenn es dunkel wird. In tiefster Nacht kann sowas dann doch recht praktisch werden, wenns zum Bootsanlieger gehen soll und der Mond einem nicht den Weg weist. Ein weiterer Vorteil ist, daß man die Möglichkeit hat, die Punkte, an denen man einen Fisch gefangen hat, in die Karte einzutragen. Wer dies macht, und das über die Jahreszeiten hinweg, weiss wann und wo die Fische stehen. Jeder kann hier natürlich selbst entscheiden, dies zu nutzen oder nicht. Ich habe mitlerweile schon das eine oder andere mal das Echolot im Auto gelassen und bin nur nach Karte gefahren, denn ich muss sagen, es funktioniert schlichtweg. Man findet die Punkte, die man ansteuern möchte.

Wen es an dieser Stelle nun gepackt hat, und das Smartphone nun zu mehr als Telefonieren nutzen möchte, oder wer Lust hat, auch unter dieser Rubrik etwas zu veröffentlichen, kann mich gerne kontaktieren.

Marcus Edler


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